deutscher Handwerker und Verbandspolitiker; Präsident des Zentralverbands des dt. Handwerks 1955-1972 und der Handwerkskammer für Oberbayern 1954-1979
* 2. September 1901 Mühltal, Kreis Miesbach/Obb.
† 10. Juni 1993 München
Herkunft
Joseph Wild, kath., war Sohn eines Gastwirts.
Ausbildung
Nach der Volksschule begann er 1915 eine dreijährige Bäckerlehre, arbeitete danach als Bäckergehilfe und ging 1923 in die USA.
Wirken
1931 kehrte W., um viele Berufserfahrungen reicher, aus Amerika zurück und gründete in München eine eigene Bäckerei und Konditorei, die später um einige Filialen erweitert und schließlich von seinen Kindern übernommen wurde. 1935 bestand er die Meisterprüfung.
Schon immer voller Interesse für den Berufsverband und die Belange des Handwerks im allgemeinen, widmete W. sich in den Jahren des Wiederaufbaus verstärkt dem deutschen Handwerk und seiner Organisation. In diesem Bereich sollte er zur prägenden Figur im Nachkriegsdeutschland schlechthin werden.
1949 wurde W. Mitbegründer des Bundesverbandes der Innungskrankenkassen und Mitglied des Deutschen Handwerkrates. Im gleichen Jahr wählte ihn der Bayerische Landtag in die Bundesversammlung, 1952 zog W. für die CSU in den Münchner Stadtrat ein. Zeitweise gehörte er auch dem Bayerischen Senat an. 1954 wurde er zum Präsidenten der Handwerkskammer für Oberbayern und zum Mitglied des Bayerischen Handwerkstags gewählt. Im Febr. 1955 schließlich folgte W. dem ...